Unsere Chronik

 

Gründung des Vereins
Die Idee

50 Jahre Blaskapelle Geisenhausen. Im Jahr 1975 konnte die Blaskapelle Geisenhausen unter der Leitung von Hans Oßner mit begründetem Stolz auf ein halbes Jahrhundert goldener Harmonie klingenden Bleches zurückblicken. Neben d en Traditionskapellen aus Aich, Altfraunhofen und Vilsbiburg erhielten die Geisenhausener Jubilare auch Besuch von der erst zweijährigen Jugendkapelle aus Velden. Der ungewöhnliche starke Anklang, den die stramm blasende Veldener Kinderschar im Kreise hiesiger Fachleute fand, schuf den Gedanken an eine eigene Jugendblaskapelle, der im Kopf manchen Musikfreundes zur Idee reifte. Nach einer Sitzung der FW im Gasthaus Steer gaben drei dieser Musikliebhaber ihren Ideen die Gelegenheit, sich zu einem Vorhaben zu vereinen. Sie hießen Josef Grünberger, Thomas Zellhuber und Helmut Ernst. Die Idee einer Jugendblaskapelle Geisenhausen existierte.

Die Verwirklichung

Schon Weihnachten 1975 stand eine kleine Gruppe hoffnungsvoller junger Musikanten zur Verfügung, deren Mitglieder sich seit etwa einem Vierteljahr an ihren Instrumenten geübt hatten. Unter dem großen Christbaum auf dem Marktplatz, gesch ickt plaziert, zwischen den erfahrenden Virtuosen Hans Oßner’s, brachten die talentierten Anfänger das gespannt lauschende Geisenhausener Volk das erste Mal zum Staunen.
Stammten die wenigen weihnachtlichen Bläser meist aus musikalischen oder musikbegeisterten Familien, so galt es im jungen 1976, den Weg zu ebnen für die Öffentlichkeit, die Geisenhausener Jugend für die Blasmusik zu begeistern, dem unternehmungslustigen Unkundigen musikalische Ausbildung anzubieten, es galt den Musikanten Unterricht zu geb en, dem Orchester Musikanten und der Musikwelt ein junges Orchester.

Gründungsprotokoll

Die Blaskapelle hat in Geisenhausen bereits eine lange Tradition. Bereits 1925 wurde erstmals eine „Blaskapelle Geisenhausen“ erwähnt, an deren Erfolg die noch heute existierende „Kapelle Oßner“ anschloß. Hans Oßner unterstützte auch 1976 Vorstand Sepp Grünberger und Dirigent Martin Drexlmaier, um die Jugendkapelle des Musikvereins Geisenhausen ins Leben zu rufen. Am 30. Januar 1976 fanden sich im Gasthaus Oberloher in Geisenhausen 56 Erwachsene und 36 Jugendliche zur Gründungsver -sammlung des Musikvereins
Geisenhausen e.V. ein.

Unter der Leitung von Bürgermeister Deinböck und Protokollführer Ramsauer wurde die Versammlung durchgeführt. Als erster Tagesordnungspunkt lag die Beratung und Feststellung der Vereinssatzung an. Die durch Her rn Ramsauer entworfene Satzung wurde dem Verlesen und Einfügungen von Ergänzungen durch die Versammlung einstimmig beschlossen. Mit der Annahme der Satzung wurde der Musikverein Geisenhausen e.V. gegründet.

Die Wahlkommission, die sich aus den Herren Bere sowski, Deinböck und Folger zusammensetzte, führte die schriftliche Wahl der Vorstandsmitglieder durch. Daraus entstand die langjährige Vorstandschaft mit

1. Vorsitzenden Josef Grünberger Schriftführer Josef Ramsauer
2. Vorsitzenden Anton Brauner Kassier Gundhart Kampf


Gruppenbild Vereinsgründung 1976

Kurzer Lebenslauf
des Musikvereins Geisenhausen



Am Fronleichnam 1976 traten die 41 Buben und Mädchen zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Bereits nach kurzer Zeit hatte diese Musikgruppe unter Leitung ihres Dirigenten Martin Drexlmaier erste Erfolge be i Auftritten in der näheren Umgebung und gestaltete viele Veranstaltungen im Marktbereich. Auch bei verschiedenen Wertungsspielen des Musikbundes von Ober- und Niederbayern konnten sehr gute Plazierungen erreicht werden.

Der Hauptschullehrer Conny Eggerb auer übernahm 1982 die Stabführung der Kapelle. Unter seine Leitung fielen auch die ersten internationalen Engagements in Österreich, Spanien und Italien. Leider riss der Tod den so talentierten und beliebten Dirigenten viel zu früh aus dem Leben. Nach ein er Übergangszeit unter dem Gründungsdirigenten Martin Drexlmaier trat 1989 Peter Manhart die Nachfolge an, mit dem die Blaskapelle des Musikvereins Geisenhausen, wie sie sich seit 1993 nennt, neue Wege in der Blasmusik erprobte. Besonders die Darbietungen moderner Musik bis hin zum Pop erregten Aufmerksamkeit, doch wird auch weiterhin die traditionelle Blasmusik, wie sie jeder kennt, bestens gepflegt. Einen Beweis für das Können der jungen Musiker liefert das alljäh rliche Frühjahrskonzert, das mittlerweile zu einer festen Einrichtung in Geisenhausen gehört. Mit dem Jubiläumsfrühjahrskonzert 1996 verließ aber auch Manhart die Kapelle, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Die musikalische Leitung der Kapelle obliegt nun 1. Dirigenten Martin Mehling und 2. Dirigenten Walter Deinböck, zwei Gewächsen des Vereins.

In der Vereinsführung vollzog sich im Dezember 1991 ein Generationswechsel. Die bewährte Vorstandschaft unter der Leitung von Sepp Grünberger machte jüngeren Musikern Platz. Nach Stefan Kamhuber und Bert Berghammer sorgt nun Markus Tremmel als 1. Vorsitzender für die Geschicke des Vereins.